Was ist eine GKV Monatsmeldung?

Seit dem 01. Januar 2012 hat sich das Meldeverfahren bei Mehrfachbeschäftigten und allen unständig Beschäftigten deutlich verändert, auch wenn dennoch kein so genannter Sozialausgleich durchgeführt wird.

So haben alle Arbeitgeber die Pflicht, dass sie seit Januar dieses Jahres die neue GKV Monatsmeldung für Mehrfachbeschäftigte an die zuständige Krankenkasse übermitteln müssen und zwar unter dem Abgabegrund 58. Anschließend überprüft die jeweilige Krankenkasse, ob die Gesamtsumme der Entgelte innerhalb einer so genannten Gleitzone liegt oder oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze.

Die GKV Monatsmeldung vom Arbeitgeber an die zuständige Krankenkasse

Sobald der Arbeitgeber Kenntnis darüber bekommt, dass ein Arbeitnehmer über weitere versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verfügt, ist er verpflichtet, der Krankenkasse eine monatliche Meldung abzugeben, welche als GKV Monatsmeldung bezeichnet wird. Diese Pflicht ergibt sich daraus, dass die Krankenkasse keine Informationen darüber hat, über welches tatsächliche Entgelt pro Monat der Arbeitnehmer aus einer laufenden Beschäftigung verfügt.

Grundsätzlich muss diese GKV Monatsmeldung einmal im Monat abgegeben werden und zwar auch dann, wenn es zum vorhergegangenen Monat keine Veränderungen gab. Natürlich entfällt diese Notwendigkeit, wenn der Arbeitnehmer keinen zusätzlichen und versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen mehr nachgeht.

Mehrfachbeschäftigung in der so genannten Gleitzone

Grundsätzlich wird das Entgelt aus allen Beschäftigungsverhältnissen zusammengerechnet und wenn die gesamte Summe innerhalb der so genannten Gleitzone sich befindet, dann bekommt der Arbeitgeber hierüber eine Information von der zuständigen Krankenkasse. Zeitgleich erfolgt weiterhin eine Mitteilung über das Gesamtentgelt aller Beschäftigungsverhältnisse. Mit diesen vorliegenden Informationen kann der Arbeitgeber anschließend eine korrekte Berechnung der entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge vornehmen.

Mehrfachbeschäftigung oberhalb der so genannten Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze bezieht sich auf die Kranken- und Pflegeversicherung und unter Umständen auch auf die Renten- und Arbeitslosenversicherung. Wenn das Entgelt aus mehreren Beschäftigungsverhältnissen nun oberhalb dieser Beitragsbemessungsgrenze liegt, dann bekommt der Arbeitgeber dennoch eine Mitteilung von der Krankenkasse über das Gesamtentgelt. Diese Meldung erfolgt allerdings nur einmal im Jahr, wobei sie aber bis spätestens zum 30. April des Folgejahres vorliegen muss.

Im Anschluss kann der Arbeitgeber die Angaben der Krankenkasse prüfen und seine Beiträge entsprechend abführen. Erforderliche Korrekturen werden beim Arbeitnehmer vorgenommen.

Natürlich kann der Arbeitgeber anhand der vorliegenden Informationen monatlich auch selbst eine Berechnung der anteiligen Sozialversicherungsbeiträge vornehmen, allerdings muss er hierzu die genaue Höhe der Entgelte aus weiteren Beschäftigungsverhältnissen kennen. Die Entgelte ab 2012 müssen vor der anteiligen Berechnung auf die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze reduziert werden. Nimmt der Arbeitgeber die Berechnung also monatlich vor, so muss er mit der Meldung der Krankenkasse grundsätzlich eine rückwirkende Überprüfung tätigen.

Für das Jahr 2013 kann es unter Umständen wieder eine Änderung geben, denn das jährlich vorgesehene Verfahren der Übermittlung der anteiligen Gesamtsozialversicherungsbeiträge soll analog zum Verfahren bei Gleitzonenfällen auf ein monatliches Verfahren abgeändert werden.

Zusätzliche beitragspflichtige Einnahmen

Weiterhin ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, dass er nicht nur bei so genannten Mehrfachbeschäftigten, sondern auch bei Arbeitnehmern, welche noch über zusätzliche beitragspflichtige Einnahmen verfügen, eine GKV Monatsmeldung abzugeben. Dies gilt beispielsweise auch dann, wenn der Arbeitnehmer eine Rente bezieht. Diese Meldung dient grundsätzlich nur der Überprüfung des so genannten Sozialausgleichs und somit hat das Bundesministerium für Gesundheit beschlossen, dass ab Januar 2012 keine Meldungen für weitere beitragspflichtige Einnahmen zu tätigen sind, außer für Mehrfachbeschäftigungen.

Monatlicher Beitragsnachweis des Arbeitgebers

Sollte ein so genannter Sozialausgleich stattfinden, werden die zu bemessenden KV Beiträge aus einem Arbeitsentgelt entweder verringert oder entsprechend erhöht. Damit der Umfang des gezahlten Sozialausgleichs überhaupt festgestellt werden kann, müssen Arbeitgeber für alle Beitragszeiten nach dem 31. Dezember 2011, die zu zahlenden KV Beiträge unter Berücksichtigung eines nach den Berechnungsverfahren I und II durchgeführten Sozialausgleichs, Monat für Monat nachweisen.

Falls in einem Zeitraum der Entgeltabrechnung kein Sozialausgleich durchgeführt wurde, sind die tatsächlich zu zahlenden sowie diejenigen KV Beiträge, welche ohne Durchführung des Sozialausgleichs zu zahlen gewesen wären, in gleicher Höhe nachzuweisen.

Stand: 01/2012 – Text by textbroker.de

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